Der etwas tumbe Freddy Heflin (Sylvester Stallone, Foto, r., mit Robert De Niro) zieht seinen Dienst als Sheriff im verschlafenen Garrison, in dem vor allem New Yorker Cops und ihre Familien leben, mehr schlecht als recht durch. Erst als Internal Affairs-Agent Tilden dem Verschwinden eines Polizisten, der zwei Schwarze auf dem Gewissen hat, nachspürt, muss Heflin sich zwischen Loyalität und Wahrheit entscheiden. Denn im Schutz des Provinzstädtchens wickeln seine von ihm bewunderten Kollegen ihre dubiosen Deals mit der Mafia ab. Doch sie ahnen nichts von Heflins Gerechtigkeitssinn ...

Sylvester Stallone, der für seine Rolle des Freddy Heflin auf dem Stockholmer Filmfestival als bester Darsteller ausgezeichnet wurde, ist hier so gut wie nie. Für seine Rolle legte Stallone sogar extra Gewicht zu. Wie in vielen seiner Filme zeigt Regisseur James Mangold einmal mehr Interesse für gebrochene Charaktere, deren Hilflosigkeit gegenüber der Welt auch in ihrem Äußeren Ausdruck findet. Den amerikanischen Mythos sieht er generell sehr kritisch. Das Ergebnis: Ein packender, brillant besetzter und gespielter, ruhiger und raffiniert inszenierter Thriller der Extra-Klasse.

Foto: Kinowelt