Manchmal pflegt man seltsame Hobbys: Richterin Holly Soames etwa eifert nach Feierabend den schwarzen Schafen vor ihrer Richterbank fleißig nach. Denn ihre heimliche Leidenschaft ist es, selbst Verbrechen zu organisieren. Ein falscher Kriminologe kommt ihr auf die Schliche. Außerdem verliebt sich die Schöne in einen Serienmörder…

Zugegeben, die Story ist reichlich konstruiert, doch dank der immer noch charmant aufspielenden Hauptdarstellerin bietet dieser australische Kriminalfilm von Ian Barry kurzweilige Unterhaltung. Mit der Engländerin Jacqueline Bisset hat dieser Thriller auch einen echten Weltstar zu bieten. In den letzten Jahrzehnten drehte die brünette Schauspielerin, die oft für eine Französin gehalten wird, Filme mit Regisseuren wie Francois Truffaut ("Die amerikanische Nacht"), John Huston ("Unter dem Vulkan") und Claude Chabrol ("Biester"). Sie spielte unter anderem an der Seite von Darstellern wie Nick Nolte ("Die Tiefe"), Anthony Quinn ("Der große Grieche") und Paul Newman ("Das war Roy Bean"). Kleine Fehltritte in seichtere Gefilde wie beispielsweise das Erotik-Melo "Wilde Orchidee" verzeiht man der aparten Schönheit gerne, verströmt sie doch auch hier mehr Charme und Sex-Appeal als Hauptdarstellerin Carré Otis.