Der junge Cyclo arbeitet als Rikschafahrer in Ho Chi Minh-Stadt (vormals Saigon). Mit seinem Großvater und zwei Schwestern lebt er in einem der Armutsviertel. Um seine Familie durchzubringen, arbeitet er hart, ebenso wie seine Schwestern, die mit Wassertragen und Schuhputzen ein wenig Geld verdienen. Eines Tages jedoch wird seine Rikscha gestohlen, die er von der Chefin gemietet hatte. Um seine Schulden zu bezahlen, gerät Cyclo auf die schiefe Bahn, wird zum Killer und Drogenkurier...

"Cyclo" beginnt als straff inszenierter Blick auf die Elendsviertel einer Großstadt, doch ein bewegendes Werk wie "Fahrraddiebe" (1948) ist es am Ende nicht geworden. Spätestens ab der Mitte dreht Regisseur Tran Anh Hung völlig ab und liefert wirres Kunstgewerbe bis zum Abwinken. Das wirkt wie Kino, das für Festival-Jurys und Filmkritiker gedreht wird, nicht aber für die Leute, die es wirklich angeht.