Daddy ist ein alternder Dandy und Engländer bis auf die Knochen. Stets war es ihm vergönnt, ohne materielle Sorgen die Welt zu bereisen und ein mondänes Leben zu genießen. Seine Frau Miche ist zwar ebenfalls in die Jahre gekommen, doch ihr bezauberndes Lächeln, ihre erstaunten Kinderaugen, künden noch immer von ihrer außergewöhnlichen Schönheit. Ihre etwas exzentrische Tochter Caroline ist geschieden und lebt mit ihrem Kind als Drehbuchautorin in Paris. Als Daddy nach einer lebensgefährlichen Operation aus dem Krankenhaus entlassen wird, reist Caroline nach Aix-en-Provence, um ihn zu besuchen und ihre Mutter zu unterstützen. So lernen sich Vater und Tochter zum ersten Mal wirklich kennen. Angeregt durch Daddys Erzählungen, blickt Caroline auf ihre Kindheit zurück, und ihr wird bewusst, wie wenig Zeit sie mit ihrem Vater verbracht hat...

Bewegt vom Tod seines eigenen Vaters, beschreibt Bertrand Tavernier in seinem Kammerspiel die Suche nach den kostbaren Augenblicken des Lebens, den Momenten des Glücks, aber auch der Trauer. Für den Regisseur selbst ist der Film "ein zärtlicher melancholischer Walzer, bei dem die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit nach und nach verblassen und zu einer Reihe von Momenten verschmelzen, in denen das Leben wirklich wie das Leben zu sein scheint." Die Kritik war sich über Taverniers Werk nicht einig: Die einen beschrieben es als ein unspektakuläres, aber einfühlsames und unsentimentales Drama, das auch technisch von hoher Qualität sei, für andere war es einfach nur langweilig.