Man schreibt das Jahr 1793. Anfang November kehrt Danton von seinem Zufluchtsort auf dem Land nach Paris zurück, nachdem er erfahren hat, dass dort der Aufruhr brodelt und der Wohlfahrtsausschuß Massenexekutionen vornehmen lässt - aufgehetzt von Dantons früherem Gefährten Robespierre. Dantons Popularität ist ungebrochen, er erhebt überall seine Stimme und legt mit Hilfe seiner treuen Freunde sein Programm dar: den äußeren Frieden durch Verhandlung, den inneren durch Versöhnung. Doch Robespierre will die Fortsetzung der Revolution durch die Beseitigung jener Kräfte, die sie immer noch behindern. Die beiden Männer, die wie Feuer und Wasser sind, versuchen, einen Kompromiss zu finden, doch zwischen dem Unbestechlichen und dem Freund des Volkes ist nichts mehr möglich. Sie trennen sich, um sich nie wieder zu sehen. Ende März werden Danton und seine Freunde verhaftet. Während des Prozesses vor dem Revolutions-Tribunal erhebt er zum letzten Mal seine Stimme - am 5. April 1794 wird Danton auf dem Platz der Revolution guillotiniert. Kurz vor seinem Tod sagte er das nahe Ende von Robespierre voraus - das zwei Monate später tatsächlich eintritt.

Nach dem polnischen Theaterstück "Die Sache Danton" von Stanislawa Przybyszewska, das Regisseur Andrzej Wajda bereits sieben Jahre zuvor am Teatr Powszechny in Warschau erstmals inszeniert hatte, entstand dieser prächtige Historienbogen, der sich recht genau an die geschichtlichen Hintergründe hält und Frankreichs Schauspiel-Ikone Gérard Depardieu einmal mehr in einer Paraderolle zeigt. "Danton", von Wajda mit einigen offensichtlichen Parallelen zur damaligen politischen Situation in Polen versehen, wurde mehrfach preisgekrönt, unter anderem Wajda selbst mit dem César für die beste Regie und mit dem britischen BAFTA-Award als bester ausländischer Film.

Foto: Concorde Home Entertainment