Jackson, Mississippi, am 12. Juni 1963: Der schwarze Bürgerrechtler Medgar Evers wird von der Kugel eines Attentäters getroffen und stirbt. Der Täter, Byron De La Beckwith, Mitglied des Ku-Klux-Klan, wird verhaftet und angeklagt. Doch trotz eindeutiger Indizien gelingt es den Geschworenen nicht, ein einstimmiges Votum zu fällen, auch ein Revisionsprozess bleibt ohne Ergebnis. Beckwith verlässt den Gerichtssaal als freier Mann. 25 Jahre später tauchen Hinweise auf, dass seinerzeit auf die Jury Einfluss genommen wurde. Der Fall wird neu aufgerollt ...

Medgar Evers zählte zu den prominentesten Vertretern der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in den USA. Als ihm 1954 das Jurastudium wegen seiner Hautfarbe untersagt wurde, ließ er sich zum Ersten Sekretär der National Association for the Advancement of Colored People wählen. Oft übernahm er die Rechtsvertretung schwarzer Opfer auf eigene Kosten. Seine Ermordung löste Empörung aus. Es dauerte mehr als 30 Jahre, bis sein Mörder 1994 verurteilt wurde. Rob Reiner hat dieses authentische Material zu einem spannenden, mitunter auch etwas manipulativen Mix aus Drama und Justiz-Thriller verarbeitet, in dem James Woods als skrupelloser und heimtückischer Mörder überzeugt. Dafür wurde er sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert.

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