Der Mord an Studienrat Lampert führt das Duo bei seinen Ermittlungen an eine Schule, an der Täter und Opfer sich vermutlich begegnet sind und in deren Umfeld Clara Hertz und Marion Ahrens auch das Motiv suchen. Ist die Wut der Russland-deutschen Schülerin Wera Korwin und ihrer ehrgeizigen Mutter Oksana über eine vermeintlich ungerechte Benotung der Grund? Oder die Enttäuschung der etwas überspannten Schülerin Natalie über Zurückweisung und enttäuschte Liebe? Und welche Rolle spielt die sich arglos gebende Witwe des Mordopfers, Franziska Lampert, welche mit einem schulinternen Konkurrenten ihres Mannes ein Verhältnis hat?

Regisseur Matthias Tiefenbacher ("Durch Himmel und Hölle", "Der Mann an ihrer Seite") drehte diesen eher zähen Fall, der Integrationsprobleme von Russland-Deutschen thematisiert. Da hat Drehbuchautor Norbert Ehry durchaus schon bessere Vorlagen geliefert, man denke nur an "Amok" (1992), "Die Entführung" (1999) oder auch "Sperling und das letzte Tabu" (2000).