Einst reiste er als Asienkorrespondent des "Spiegel" durch die Welt, er- und überlebte viele brenzlige Konflikte und lebt nun zurückgezogen in den toskanischen Bergen. Hier wartet der unheilbar an Krebs erkrankte Tiziano Terzani auf sein Ende, diktiert seinem Sohn seine Memoiren und lässt sich von seiner Frau pflegen. Hier hadert der in Asien durch spirituelle Erfahrungen geläuterte, große Journalist mit sich und der Welt ...

Eines vorweg: Um diesen wortlastigen Film zu mögen, muss man Bruno Ganz mögen. Denn Jo Baiers Regiearbeit ist weniger ein filmisches Kleinod, als eine brillante One-Man-Show von Ganz, der hier einmal mehr phänomenal aufspielt und die Gedankenwelt des im Juli 2004 verstorbenen Terzani wie dessen alter ego zum Besten gibt. Bei der filmischen Adaption der gleichnamigen Lebenserinnerungen Terzanis hätte sich Regisseur Baier allerdings auch stilistisch mehr einfallen lassen können, als immer nur die Kamera auf Ganz zu halten.



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