Der in Dänemark geborene Christoffer lebt mit seiner Frau Maria, einer schwedischen Schauspielerin, in Stockholm und führt dort ein unbeschwertes Leben als Restaurantbesitzer. Eines Tages hat das unbeschwerte Leben zwischen Theater und Restaurant ein Ende: Sein Vater begeht Selbstmord und nun soll Christoffer nach dem Willen seiner Mutter den angeschlagenen Stahlkonzern, der im Besitz der Familie ist, vor dem Ruin retten. Nur widerwillig übernimmt Christoffer die Aufgabe und sieht sich bald zu einschneidenden Maßnahmen gezwungen...

Ergreifendes Kino aus Dänemark! Dieses bittere Familiendrama von Per Fly ist nach "Die Bank" (2000) der zweite Teil der Filmtrilogie des Regisseurs über die dänische Gesellschaft. Tauchte Fly in "Die Bank" noch in die Tiefen der dänischen Arbeiterklasse, ist dieses Mal der Geld- und Industrieadel das Thema. In eindringlichen Bildern erzählt er die Geschichte des verloren gegangenen Sohnes, der sich von der Familie in die Pflicht nehmen lässt und dessen Privatleben an dieser Verantwortung zerbricht. In der Rolle des Christoffer brilliert einmal mehr der dänische Ausnahmeschauspieler Ulrich Thomsen, der die Zerrissenheit seines Protagonisten in jeder Szene spüren lässt. Hervorragend auch das übrige Ensemble wie etwa Ghita Nørby als Christoffers Mutter und Lars Brygmann als umtriebiger Schwager.

Foto: Arsenal