Anna Simons heiratet nach kurzer Bekanntschaft ihren Traummann, den in Deutschland lebenden Norweger Frederik Martinson. Zur Hochzeit hat sie ihm eine Reise durch seine Heimat geschenkt. In Bergen wollen sich die beiden treffen. Als Anna in dem reservierten Hotel eintrifft, ist Frederik noch nicht da. Er bleibt verschwunden. Schließlich macht sich Anna auf den Weg, ihn in seinem Heimatort Valdall zu suchen, doch dort kennt niemand einen Frederik Martinson. Wenig später trifft Anna den Maler Jan Hanson, den sie zunächst für Frederik hält, so ähnlich sieht er ihrem Mann. Mit Jan fährt sie erneut nach Valdall, wo nun sowohl Frederiks Mutter Gudrun als auch deren Freundin Liv, die nie etwas von einem Frederik Martinson gehört haben wollen, Jan als Frederik begrüßen. Als Livs 17-jährige Tochter Sarah Jan erblickt und panisch reagiert, ist die Verwirrung für Anna perfekt ...

So wie der Plot sich anhört, ist auch dieses Melodram: hanebüchen. Regisseur Gero Erhardt, der sonst Pilcher-Filme in Szene setzt, auf dem "Traumschiff" weilt oder "Unter weißen Segeln" träumt, inszenierte dieses konstruierte Werk nach einem Buch von Christiane Sadlo, die besonders durch ihre "Inga Lindström"-Vorlagen bekannt wurde. An der Besetzung ist nicht viel auszusetzen, die viel zu früh verstorbene Nitsch kann eigentlich gar nicht schlecht spielen und Michael von Au macht seine Sache in einer Doppelrolle auch ganz gut. Doch auch dies kann diesen unglaubwürdigen Streifen nicht retten.

Foto: ZDF/Maik Gast