Celia Lamphere und der Architekt Mark Lamphere sind frisch verheiratet. Über seine Vergangenheit weiß sie so gut wie nichts, und was sie von ihm erfährt, scheint nicht immer der Wahrheit zu entsprechen. Als die beiden aus den Flitterwochen zurückkehren, zieht Celia bei Mark ein und erkennt bald, dass er ihr Verschiedenes verschwiegen hat: Er ist Vater eines 15-jährigen Sohnes und seine erste Frau kam bei einem Unfall ums Leben. Zudem hat Mark eine seltsam morbide Leidenschaft: Er "sammelt" Zimmer, in denen berühmte Persönlichkeiten ihren gewaltsamen Tod fanden. Eines Tages entdeckt Celia eine geheimnisvolle Tür, die immer abgeschlossen ist und deren Schlüssel Mark sorgsam versteckt. Natürlich will sie herausfinden, was sich hinter ihr verbirgt...

Ein brillanter und düsterer Psychothriller von Fritz Lang, der ohne die große Bedeutung der Freudschen Psychoanalyse im Amerika der Vierzigerjahre nicht denkbar gewesen wäre. Das Faszinierende an seinem Werk, das hier ungekürzt ausgestrahlt wird, ist weniger die Umsetzung psychoanalytischer Ideen als vielmehr die Art, wie die Szenerien selbst zu mentalen Räumen werden. Die Kamera versetzt sich in die Perspektive seines Protagonisten Mark und folgt ihm in die labyrinthisch bedrückenden Interieurs. "Das Geheimnis hinter der Tür" gilt heute neben Alfred Hitchcocks "Ich kämpfe um dich" (1945) oder auch Robert Siodmaks "Der schwarze Spiegel" (1946) als Wegbereiter für den modernen Film, da sie zu neuen, subjektiven Erzählperspektiven inspirierten, die heute zum Standard-Repertoire des filmischen Erzählens gehören.