Die fast 30-jährige Christina führt im belgischen Charleroi ein eher langweiliges Dasein. Mit ihrem Freund lebt sie nun seit zehn Jahren zusammen und arbeitet in der Pizzeria von dessen Vater. Dann allerdings nimmt Christinas Leben eine ungeahnte Wende. Denn sie erbt von der verstorbenen Oma ein Haus auf Korsika. Dass die Oma dieses Haus besaß, wusste offenbar niemand in der Familie. Auch wenn alle meinen, Christina solle das Haus verkaufen, will die junge Frau sich ihr Erbe erst einmal ansehen. Auf Korsika angekommen, verliebt sich Christina in das baufällige Gemäuer. Von fast allen Mitmenschen angenervt, will sie die Bruchbude renovieren. Nur ein gut aussehnender Dorfbewohner hilft ihr ...

Regisseur Pierre Duculot inszenierte eine kleine, aber feine Geschichte, die vor allem durch sympathische, glaubhafte Charaktere und unverbrauchte Gesichter auffällt. Die aus Brüssel stammende Charakterdarstellerin Christelle Cornil, die deutschen Kinogängern schon aus Filmen wie "Mr. Average" und "Soeur Sourire - Die singende Nonne" bekannt sein dürfte, besticht hier durch ihr realistisches Spiel. Mit ihrer Darstellung präsentiert sie viele Facetten einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst bzw. nach einem erfüllten Leben, dass sie in der belgischen Tristesse offensichtlich nicht finden konnte.



Foto: Schwarz-Weiss