Als der Arbeiter Germain im Park zufällig die alte, aber durchaus sympathische Margueritte kennenlernt, ahnt er noch nicht, das diese sein Leben stark verändern wird. Denn Margueritte liest für ihr Leben gern und da Germain nahezu Analphabet ist, hört er den Geschichten zu und lernt so die Welt der Literatur kennen und schätzen, die ihm bislang verborgen blieb. Von der Magie der Wörter derart fasziniert, will der eher einfältige Germain jetzt selbst lesen lernen, zumal Margueritte mehr und mehr ihr Augenlicht verliert ...

Regisseur Jean Becker ("Dialog mit meinem Gärtner", "Ein Sommer auf dem Lande") gelang einmal mehr ein filmisches Kleinod mit einem wieder einmal exzellent aufspielenden Gérard Depardieu und einer bemerkenswerten Gisèle Casadesus. Mit viel Humor und Gespür für die Hauptfiguren entwickelte er eine einfühlsame wie charmante Geschichte über die Macht der Wörter und die damit verbundene Freude am Leben. Der Originaltitel "La tête en friche" zeigt noch deutlicher, worum es bei diesem Film geht, denn dies bedeutet etwa "Der nicht genutzte Kopf".



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