Adrienne hat ihren untreuen, wenn auch inzwischen reumütigen Mann verlassen. Als ihre Kinder den Vater besuchen, verspricht Adrienne ihrer Freundin, deren Pension am Meer zu hüten, zumal sich dort sowieso nur ein Gast angekündigt hat. Der gutaussehende Arzt Dr. Paul Flanners macht sich wegen einer tödlich verlaufenen Routine-Operation Vorwürfe und sucht die Einsamkeit der Pension. Doch trotz anfänglicher Distanz kommen sich Adrienne und ihr Gast näher und der wirbelt ihr Seelenleben ebenso durcheinander wie der aufziehende Hurrikan die Natur...

Nach der Vorlage von Nicholas Sparks, dem Meister des gefühlsbetonten Melodrams, standen Diane Lane und Richard Gere hier nach "Cotton Club" und "Untreu" erneut gemeinsam vor der Kamera, um dieses Mal einen Selbstfindungstrip um verzehrende Liebe abzuliefern. Regiedebütant George C. Wolfe, eigentlich ein erfolgreich Broadway-Regisseur, hat dabei offenbar die Sprache des Films für sich entdeckt. Doch leider sind ihm auch eine Menge Fehler unterlaufen. Höhepunkt ist hier zweifellos das völlig unversehrte und frisch polierte Cabriolet nach dem Hurrikan. Darüber hinaus wirken einige Wendungen arg konstruiert und die Hauptdarsteller präsentieren sich nicht durchweg auf der Höhe ihrer Kunst. Die beste Szene hat zweifellos Scott Glenn. Ansonsten gilt: Sensible Gemüter sollten genügend Taschentücher dabei haben.

Foto: Warner