Monty Pythons böse Bibelparodie erzählt die Geschichte eines jungen Mannes namens Brian, der in der gleichen Nacht wie Jesus und in dessen unmittelbarer Nachbarschaft geboren wurde. Schon als Neugeborener findet die erste Verwechslung mit dem Heiland statt, es soll nicht die letzte sein ...

Ende der Siebzigerjahre, als die Heilige Kirche noch ein bisschen heiliger war, die Gläubigen etwas gläubiger und die Lateinpauker etwas strenger waren, schlug Jones' köstlicher Filmspaß, den er in den Kulissen von Franco Zeffirellis "Jesus von Nazareth" drehte, ein wie eine Bombe. Ein Angriff auf die Lachmuskeln gequälter Primaner und ein Angriff auf all diejenigen, die sich schon immer Recht und Ordnung auf die Fahnen geschrieben hatten. Die Monty Python-Truppe, ein britisches Komikersextett, zog die Geschichte Jesu durch den Kakao. Im Film steht dafür die Figur des Brian. Aus Groll gegen seinen entlaufenen Vater, der ein Römer war, schließt Brian sich der Volksfront von Judäa an und stänkert gegen die Besatzer. Bei einer Nacht- und Nebelaktion wird er sogleich erwischt: Es entsteht die berühmte Szene, in der der Centurio das stümperhafte Latein des Wandschmierers korrigiert und ihn seine Parole "Römer raus" zur Strafe gleich hundertmal an die Palastwand von Pilatus schreiben lässt. Während es durch einen dummen Zufall dazu kommt, dass ihn eine Menschenschar als Messias vergöttert, wird Brian immer wieder von den erbosten Römern verfolgt ... In den USA riefen die Gläubigen zum Boykott des Films auf, so hohe Wellen schlug der Messias-Klamauk.

Foto: HandMade Film