Arlette Gilbert Dellaplane (Philippe Noiret, Foto mit Sabine Azema), Kommandant eines Suchdienstes, versucht zwei Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs wie ein Archäologe auf den Schlachtfeldern noch Verschollene zu finden oder zu bergen. Doch bei seiner Arbeit entdeckt er meist nur das Seelenchaos der Überlebenden eines absurden Krieges ...

Der 2006 verstorbene französische Ausnahme-Schauspieler Philippe Noiret zeigte in seinem 100sten Film eine seiner besten Leistungen. Mit großem Geschick vernetzt Regisseur Bertrand Tavernier viele kleine Film-Episoden, die von Menschen auf der Suche nach Liebe handeln. Sie alle sind zusätzlich gelähmt vom Entsetzen des Kriegs. Ein detailliertes Zeitkolorit, einfühlsam und faszinierend. Mit "Das Leben und nichts anderes" setzten Noiret und und Tavernier ihre langjährige Zusammenarbeit fort. Zuvor hatten die beiden bereits Meisterwerke wie "Der Uhrmacher von St. Paul", "Wenn das Fest beginnt ...", "Der Richter und der Mörder" oder "Der Saustall" miteinander realisiert.

Foto: arte F/Etienne Georges