Der Londoner Journalist Dick weiß nicht einmal, wie man das Wort "Treue" buchstabiert. Frisch geschieden, fühlt er sich an gar nichts mehr gebunden, mit Ausnahme des "Lustprinzips" natürlich. Da ist einerseits die erfolgreiche Ärztin Judith, die unabhängig bleiben will und sogar im Bett ihre coole, unnahbare Aura wahrt. Da ist andererseits die nette Sammy, die er eines Tages per Zufall kennenlernt. Sie gibt Dick jene naive und bedingungslose Hingabe, die er bei Judith so vermisst. Aber Dick ist nicht bereit, wegen ihr seine Liaison mit Judith einfach zu beenden, zumal sich diese plötzlich ganz unvermutet von ihrer anschmiegsamen Seite zeigt. Als seien zwei Frauen noch nicht genug für einen Mann, beginnt Dick kurz darauf eine dritte Affäre...

Wer sich auf derben Humor nach "Lederhosen"-Manier oder gelackte Fleischbeschau im Stil französischer Edel-Softpornos freut, wird nicht bedient. Der Film nähern sich dem Thema mit Witz und weiß sogar Intelligentes dazu zu sagen. Voyeure kommen nicht auf ihre Kosten. Regisseur David Cohen ist von Hause aus Psychologe. Die Erfahrungen aus dem Berufsleben sind merklich in sein Drehbuch eingeflossen. Und auch der Name des unbesorgten Casanovas ist nicht zufällig gewählt: Immerhin ist "Dick" auf englisch die Bezeichnung für das beste Stück des Mannes. So mixt sich exakte Beobachtung mit ironischen Seitenhieben auf die Männerwelt.