Das Mädchen Nanami hat sich trotz harter Arbeit in der Sexbranche ihre unbeschwerte Art bewahren können. Eines Tages verliebt sie sich in den stillen Shun. Doch das erste Treffen des jungen Liebespaares in einem Stundenhotel ist überschattet von den traumatischen Erinnerungen des Jungen, der als Kleinkind von seiner Mutter verlassen und später von seinem Pflegevater missbraucht wurde. Momentan lässt er sich einer demütigenden psychotherapeutischen Behandlung unterziehen. Als die beiden dann doch noch zueinander finden, holt ein tragisches Verhängnis das bevorstehende Liebesglück ein...

Ein Stimmungsbild von den Wirren der ersten Liebe, von dem ehemaligen Journalisten Susumu Hani eindrucksvoll an Originalschauplätzen inszeniert. Obwohl der Regisseur Sexualität in ihren verschiedensten Schattierungen sehr offen behandelt, wirkt sein Werk nie pornographisch oder voyeuristisch. Systematisch zerstückelt Hani den Erzählfluss: Handlungsstränge und Zeitebenen wechseln abrupt, nüchtern erzählte, realistische Passagen wechseln mit frei montierten, zwischen Erinnerung und Halluzination schwebenden Bildern. Überzeugend auch das Spiel der Laiendarsteller.