Amsterdam im Frühling des Jahres 1945. Der Krieg nähert sich seinem Ende. Die verhassten Nazis sind geschlagen - Holland ist befreit. Die Stadt versinkt in euphorischen Taumel, in den Straßen wird gesungen und getanzt. Doch Ann, ein junges Mädchen aus der Widerstandsbewegung, kann die allgemeine Freude nicht teilen. Verbittert erinnert sie sich an das Schicksal ihrer Kampfgefährtin Hannie Schaft: Die niederländische Jurastudentin entwickelte sich von einem ängstlichen, sensiblen Mädchen mit pazifistischer Gesinnung zur eiskalten Widerstandskämpferin von (selbst-)mörderischer Härte. Unter Einsatz ihres Lebens geht sie während des Zweiten Weltkriegs gegen die Übermacht der Nazis vor ...

Dieses kraftvolle Kriegsdrama war das Langfilmdebüt von Ben Verbong. Mit einer unglaublich intensiven Darbietung von Renée Soutendijk ist das nicht nur perfekte Vergangenheitsbewältigung, sondern absolut packende Unterhaltung mit Tiefgang. "Das Mädchen mit den roten Haaren" war nicht die letzte gemeinsame Arbeit von Regisseur Verbong und seiner Hauptdarstellerin, 1994 folgte der Mysteriethriller "De Flat" und 2001 der Psychokrimi "Hanna - wo bist du?".

Foto: ZDF/Lex Panhuyzen