In einem kleinen Königreich steht Prinzessin Clara wenig der Sinn nach höflicher Etikette, langweiligen Tanzbällen oder angemessenen Verhalten. Sie macht eher durch ungebührliches Verhalten auf sich aufmerksam. Kein Wunder also, dass ihr Vater wünscht, dass sie sich eher so verhält wie ihre ältere Schwester Quendolin. Als Prinz Pfauenherz das Schloss besucht, um Quendolin den Hof zu machen, befürchten alle anderen, dass Clara das Unternehmen ruinieren könnte. Ein geheimnisvolles Märchenbuch soll Clara schließlich zur Märchenprinzessin werden lassen. Doch schnell erweist sich, dass wohl nur der Wunsch Vater des Gedankens war. Denn je mehr Clara sich vom Wildfang zur wohlerzogenen Prinzessin wandeln will, desto mehr Chaos stiftet sie ...

Hier meinten die Verantwortlichen offenbar, es würde ausreichen, ein paar Laien in Kostüme zu stecken und diese dann in altehrwürdigen Gemäuern zu filmen. Doch auf vielen Laienbühnen finden sich bessere Akteure als in diesem unsäglichen Blödsinn. Regisseur Steffen Zacke drehte ohne jeglichen Charme, den etwa die tschechoslowakischen Märchenverfilmung aus den 1970ern hatten, und ohne jegliches schauspielerisches Gespür. So wird hier eine langweilige, humorlose Geschichte langweilig erzählt. Dabei haben auch einige deutsche TV-Märchen jüngeren Datums (wie etwa "Hänsel und Gretel", "Aschenputtel" oder "Der gestiefelte Kater") durchaus bewiesen, dass es auch anders geht.



Foto: Summiteer Film