Bukarest, in der Nacht des 22. Dezember 1989: Während die Revolutionäre gegen das verhasste Regime des Diktators Ceauşescu kämpfen und nach und nach die Macht übernehmen, folgt Miliz-Leutnant Neagu mit seinen Untergebenen dem Befehl, in ihrem Panzerfahrzeug durch die Vorstädte zu patrouillieren. Sie sollen die öffentliche Ordnung aufrecht erhalten. Doch der junge Milizionär Costi verlässt die Gruppe, um beim staatlichen Fernsehsender für die Freiheit zu kämpfen. Während Leutnant Neagu auf dem Fernsehgelände nach ihm sucht, wird Costi von Regimegegnern in einem umkämpften Gebäude ein Gewehr in die Hand gedrückt. Bald darauf aber verdächtigt man ihn, ein Spion zu sein, und droht, ihn zu erschießen ...

Der 1971 im rumänischen Bukarest geborene Regisseur und Drehbuchautor Radu Muntean erzählt in seinem vielfach preisgekrönten Politdrama eine Geschichte aus den letzten Tagen der rumänischen Diktatur, die mit der standrechtlichen Erschießung des Diktators am 25. Dezember 1989 ihr Ende fand. In einer einzigen Rückblende, den Auftakt macht die bittere Schlussszene, wird hier die weitgehend authentische Geschichte geschildert, die die Revolution aus dem Blickwinkel der der untersten Hierarchie-Ebene des untergehenden Systems sehr glaubwürdig und mit viel Sympathie für seine Protagonisten in Szene setzt.



Foto: ZDF/Tudor Lucaciu