Eine Nacht in Belgrad, ein Abend vor dem Friedensabkommen von Dayton: Vor der Leuchtschrift eines "Cabaret Balkan" lädt ein Conférencier die Zuschauer zu einer Fahrt durch die Stadt Belgrad ein, weist aber warnend darauf hin, dass es kein Vergnügen sein werde. Denn auf den Straßen herrschen Gesetzlosigkeit und Gewalt, aus nichtigen Gründen entstehen im Handumdrehen blutige Auseinandersetzungen...

Regisseur Goran Paskaljevic erzählt in seinem vielfach preisgekrönten Film im Stil von Robert Altmans "Short Cuts" von den Wunden, die der Krieg im ehemaligen Jugoslawien geschlagen hat, von zerstörten Lebenswelten und moralischer Korruption, er erzählt von dem Krieg nach dem Krieg. In den nur locker miteinander verknüpften nächtlichen Szenen geht es um Wut, Hass, Rache, Verzweiflung; jeder scheint der Feind aller anderen zu sein.