Der kleine Mario und sein Bruder Alonso gehören zu den Badjaos, den Bewohnern der südlichen Philippinen, die man auch "Meernomaden" nennt. Sie arbeiten als Tiefseetaucher für einen skrupellosen Kapitän. Gemeinsam treiben sie mit der gefährlichen Muro-Ami-Technik in den Korallenriffen Fischschwärme ins Netz: An einem Stein befestigt, springen die kleinen Taucher ins Meer, um schneller in die Tiefe zu gelangen. Ohne Ausrüstung tauchen sie so bis zu 30 Meter tief, um gemeinsam eine große Fischreuse zu platzieren. Doch eines Tages läuft die Situation auf dem Schiff aus dem Ruder ...

Bis 1986 war die grausame Tauchtechnik Muro-Ami auf den Philippinen weit verbreitet, erst als 100 Kinder mit ihrer Beute im Netz ertranken, wurde sie schließlich nach einem nationalen Aufschrei verboten. Filmemacher Joël Farges wurde bei der Lektüre eines Zeitungsartikels auf die Menschen verachtende Problematik aufmerksam. Denn tatsächlich kam es auf einem Schiff zur Meuterei der kleinen Taucher, die die gesamte Besatzung umbrachten und drei Monate in einem kleinen Rettungsboot auf dem Ozean überlebten, bevor sie schließlich gerettet wurden.

Foto: arte F/Pierre Javaux Productions