Im Jahr 1977 führt Madame Suzanne als Gattin des Regenschirmfabrikanten Pujol ein beschauliches Leben, joggt am Morgen, beobachtet Eichhörnchen, schreibt Gedichte. Von ihrem Mann jedoch fühlt sie sich ebenso vernachlässigt wie vom Leben. Sie weiß, dass sie auch für ihren Mann nichts als ein Schmuckstück ist, zumal der sich lieber mit seiner Sekretärin vergnügt oder in Nachtklubs abhängt. Seine Arbeiter hingegen dienen ihm nur dazu, ausgebeutet zu werden. Als Pujol einen Herzinfarkt erleidet, ändert sich alles schlagartig: Suzanne übernimmt die Leitung der Fabrik und trifft einen alten Geliebten wieder, der zufällig auch der örtliche Abgeordnete der Kommunistischen Partei ist ...

François Ozon ("Swimming Pool") tauchte tief in die bunten Siecbzigerjahre ein und erzählt mit vielen ironischen Brechungen vom Niedergang der Wohlstandsgesellschaft. Dabei ließ er Catherine Deneuve und Gérard Depardieu erneut gemeinsam vor der Kamera agieren. Die Geschichte ist zwar recht plakativ und schrammt soeben am Kitsch vorbei, birgt aber dank einiger witziger Einfälle und des guten Darstellerensembles genügend Unterhaltungspotential.



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