Die Presse taufte ihn "Buffalo Bill", denn der Serientäter tötet seine Opfer nicht nur, er zieht ihnen auch die Haut ab. Der psychologische Dienst des FBI kann trotzdem keine Anhaltspunkte auf den möglichen Täter finden. Deshalb soll die überaus ehrgeizige FBI-Schülerin Clarice Starling mit dem inhaftierten, genialen Psychiater und Massenmörder Hannibal Lecter Kontakt aufnehmen. Der trägt den Namen "Hannibal, der Kannibale" weil er einst seine Opfer zu verspeisen pflegte. Lecter lässt sich auf das Spiel ein, verlangt aber im Gegenzug Haftvergünstigungen und detaillierte Informationen über die Psyche von Agentin Starling. Diese will nun ihrerseits den Fall mit Lecters Andeutungen aufklären. Als ihr dies gelingt, gerät sie selbst in Lebensgefahr ...

Nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Harris inszenierte Regisseur Jonathan Demme einen perfekten, düsteren Thriller, der sich nicht vor den besten Werken eines Alfred Hitchcock zu verstecken braucht. Der Zuschauer wird hier durch präzise plazierte Anspielungen, durch geschickte Kameraführungen und Schnitte in die Falle gelockt. Der Film erhielt bei der Academy-Awards-Verleihung 1991 fünf Oscars: bester Film, beste Regie, beste weibliche und männliche Hauptrolle und bestes adaptiertes Drehbuch. Besonders auffällig sind auch die viele Symbolismen wie etwa der Name Hannibal Lecter (lat. Lector = Leser, franz. Lécheur: Speichellecker, wollüstiges Leckermaul). Lecter war übrigens schon einmal auf der Leinwand zu sehen: 1986 verfilmte Michael Mann Harris' Roman "Blutmond", in dem der "Kannibal" verfolgt und gefasst wird. 2001 schließlich drehte Ridley Scott mit Hopkins und Julianne Moore in der Foster-Rolle die unsägliche Fortsetzung "Hannibal", 2002 folgte mit "Roter Drache" ein weiterer Streifen um den Massenmörder Hannibal Lecter.

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