New York, 1934: Der deutschstämmige Bruno Richard Hauptmann gerät durch Zufall in den Besitz von Banknoten, die ihn den Kopf kosten werden: Sie stammen aus dem Lösegeld der Lindbergh-Baby-Entführung, ein grauenvolles Verbrechen, bei dem das Lindbergh-Baby getötet wurde und die Täter unerkannt entkamen. Als Hauptmann das Geld an den Mann bringt, wird er kurz darauf verhaftet. So sehr er seine Unschuld beteuert, die Polizei, unter Leitung des 37-jährigen Colonel Norman Schwarzkopf, trägt Indizien zusammen, die gegen den Verhafteten sprechen....

Mark Rydells Drama basiert auf der einer wahren Begebenheit. Er zeichnet die Entführung des Lindbergh-Babys nach, die die Welt 1932 in Atem hielt. Er führt besonders aber vor Augen, dass es sich bei dem Urteil um einen der schlimmsten Justizirrtümer der amerikanischen Rechtsgeschichte handelte, weshalb man noch heute von dem "Verbrechen des Jahrhunderts" spricht. Der Prozess verlief sehr unfair, schon allein dadurch, dass der Staatsanwalt ein Freund Lindberghs war. Neben den unzulänglichen Indizien, die gegen Bruno Hauptmann sprachen, spielte bei seiner Verhaftung vor allem eine Rolle, dass Hauptmann ein Ausländer war, ein illegaler deutscher Einwanderer, vorbestraft, und einer, der sich ein gutes Leben durch Verbrechen machen wollte. Ob Bruno Hauptmann der wahre Entführer und Mörder des kleinen Charles jr., oder nur ein Mitläufer war, warum sich das Hausmädchen der Lindberghs, Violet Sharp, selbst tötete und wie das Lösegeld in Hauptmanns Besitz kam, sind Fragen, die nicht mehr beantwortet werden können. Am 3. April 1936 wurde Bruno Hauptmann auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet. Bis zuletzt beteuerte er seine Unschuld. Hauptmanns Witwe kämpfte bis zu ihrem Tod für die Anerkennung der Unschuld ihres Mannes und eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Vergeblich.