Kurz nach dem Mauerbau wollen Sophie und Konrad gemeinsam fliehen. Sophie schafft die Flucht durch die Kanalisation in den Westen, Konrad wird von einem Armeewagen überrascht und bleibt zurück. Das Leben der Liebenden nimmt einen grundlegend unterschiedlichen Verlauf. Bei einem kurzen Treffen in Prag wird Sophie schwanger. Als der gemeinsame Sohn zur Welt kommt, hält Sophie die Ungewissheit nicht mehr aus und bricht den Kontakt zu Konrad ab. Jahre später, bei einem kurzen Treffen in Westberlin, entstehen neue Hoffnungen, die aber bald wieder zerstört werden. Als im November 1989 die Mauer fällt, treffen sich auf einer Brücke, im Freudentaumel einer Menschenmenge, drei Menschen: Sophie, Konrad und ihr Sohn Alexander...

Die großen Momente der Zeitgeschichte werden hier von Margarethe von Trotta bemüht, die politischen Wirren zwischen Ost und West und Ost und Ost. Doch reichlich unausgegoren bleibt dieses Drama, nicht so richtig deutsch-deutsche Liebesgeschichte, nicht so richtig deutsches Zeitdokument. Wo immer Trotta allerdings Zeitzeugnisse benutzt, wird die Geschichte greifbarer. Wären allerdings nicht die Schauspielerinnen Meret Becker als junge, Corinna Harfouch als ältere Sophie, man hätte fast nur Erinnerungen an den kalten Osten und den doch sehr viel offeneren Westen.