Als Entwicklungshelferin im arabischen Krisengebiet scheint Dorothea (Maria Furtwängler) äußerst erfolgreich zu sein. Ihr Hauptprojekt ist es, geeignete Stipendiatinnen zu finden, für die sie ein Londoner College als Geschäftspartner gewinnen konnte. Geld dafür sammelt sie auf pompösen Empfängen, bei denen sie die Botschafter umgarnt.

Dass ihre Trinkfestigkeit dort schon lang Thema ist, ahnt Dorothea nicht. Bei einer dieser Festlichkeiten lernt sie den jungen, attraktiven Alec (Mehmet Sözer) kennen, der sich nur zu gern von ihr aushalten lässt. Doch als Dorothea erfährt, wie schlecht es um ihr Projekt und ihren Job steht, verliert sie zunehmend die Kontrolle über ihre perfekt aufgebaute Fassade.

Feinfühlig dargestellt, top inszeniert

Die 1963 geborene Drehbuchautorin und Regisseurin Isabelle Stever legt mit ihrem Drama einen hochaktuellen, schonungslosen und gleichzeitig feinfühligen Film vor, dessen Produktion von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Deutschen Filmförderfonds, der Mitteldeutschen Medienförderung und der MEDIA gefördert wurde.

Ihre Hauptdarstellerin Maria Furtwängler schickt sie dabei in eine von Krieg und Zerwürfnissen gebeutelte Region, wobei sie diesen äußeren Konflikt auf das Gefühlsleben ihrer Protagonistin zu übertragen weiß.

Privat ist Furtwängler ebenfalls sozial äußerst engagiert. Sie setzt sich unter anderem für die Bekämpfung von Krankheit und Armut in der Dritten Welt ein.

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