Im Gefängnis von Dartmoor geht es schon lange nicht mehr mit rechten Dingen zu. Die Polizei zählt bereits zwölf Ausbrüche innerhalb der letzten zwei Jahre. Von den Flüchtigen fehlt jede Spur, als einzige Lebenszeichen haben Postkarten aus dem fernen Ausland die Familien erreicht. Inzwischen argwöhnt man bei der Polizei, das die Postkarten gefälscht und die Flüchtigen ermordet worden sind. In den Untersuchungen schaltet sich der australische Privatdetektiv Smith alias Nash ein, der mit dem letzten Flüchtigen eine ganz eigene Rechnung zu begleichen hat. Schon bald sind Nash und Inspektor Cromwell auf einer heißen Spur. Kein anderer als der Vorsitzende des Vereins "Schmetterlinge", Rechtanwalt Gray, kann die Ausbrüche der Häftlinge organisiert haben. Der grausige Verdacht, die Entflohenen seien Opfer eines kaltblütigen Serienkillers geworden, bekommt neue Nahrung, als ein Papierhändler, der als Stempelfälscher einen guten Ruf hat, erstochen aufgefunden wird. Von ihm müssen die Stempel auf den ominösen Ansichtskarten stammen

In Rudolf Zehetgrubers Krimi durchstreift Heinz Drache als australischer Privatdetektiv das unheimliche Moorgebiet. Schaurig-schöne, typisch Sechzigerjahre-Unterhaltung nach einem Roman des englischen Schriftstellers Edwy Searles Brook (1889–1965), der in Deutschland unter dem Pseudonym Victor Gunn veröffentlichte.

Foto: BR/Telepool