Das Grubenunglück von Lengede, das sich am 24. Oktober 1963 ereignete, ging 14 Tage später als das "Wunder von Lengede" in die deutsche Geschichte ein. An jenem 24. Oktober brach in der Nähe der Eisengrube von Lengede ein Klärteich ein. Die Folge: Die Schächte wurden von Wasser geflutet. Einige wenige Bergarbeiter konnten sich in einer stillgelegten Förderstrecke in Sicherheit bringen und wurden zwei Wochen nach dem Unglück, nach einer fieberhaften Suche nach Überlebenden, geborgen. Hinter der Euphorie, die sich nach der Bergung der Bergarbeiter einstellte, bleibt die traurige Zahl von 29 Opfern ein wenig im Hintergrund ...

Regisseur Kaspar Heidelbach ("Verhexte Hochzeit", "Tatort - Rückspiel") drehte hier nach wahren Begebenheiten ein fesselndes und zutiefst bewegendes, zweiteiliges TV-Drama. Dabei fängt Heidelbach jene Zeit vortrefflich und detailgenau ein, gibt die düstere Stimmung zwischen Hoffen und Bangen intensiv wieder. Die Höhle, in die die Bergleute flüchteten, wurde übrigens auf dem Gelände einer alten Erzwäscherei in Goslar eindrucksvoll nachgebaut. Überzeugend sind auch die schauspielerischen Leistungen der prominent besetzten Darsteller-Crew. Einziges Manko: die oft viel zu aufdringliche Musik von "LSE"-Rocker Arno Steffen!