So was kann jeden Tag passieren: Frühmorgens verkündet die junge Valérie ihrem Freund Rémi, dass sie schwanger ist. Der ist einerseits gerührt, weiß aber auch nicht, wie das alles gehen soll. Denn schließlich ist er arbeitslos und fühlt sich zu jung, um Vater zu sein. Die beiden beschließen, in einer Stunde wiederzukehren. In dieser Zeit bleibt die Kamera Valérie in Echtzeit auf den Fersen...

Das Interessante an dem Film ist nicht das Was, sondern das Wie. Es kommt zu einer größtmöglichen Übereinstimmung zwischen Valérie und ihrer Darstellerin, Virginie. Beide stehen unter Druck: Da sind die Vorgesetzten, die Kollegen und die Gäste auf Valéries Seite, der Regisseur und das Team auf der anderen. Die Kamera folgt Virginie überall hin, auch wenn sie nur eine Zigarette rauchen geht. Regisseur Benoît Jacquot gehört, wie Jacques Doillon oder Philippe Garrel, zur ersten Generation französischer Filmemacher nach der Nouvelle Vague. In Deutschland ist er dagegen kaum bekannt.