In Zlotogrod, einem kleinen, verdreckten Grenzdorf Galiziens, vollendet sich das Leben des Eichmeisters Eibenschütz. Seiner Frau Regina zuliebe hat er seinen Dienst bei der Armee quittiert. Aus dieser geregelten, von Befehlen und Ordern bemessenen Welt gerät er in eine Gesellschaft, in der Betrug, Gaunerei und Lüge Notwendigkeit und Folge einer zerbröckelnden Zeit darstellen. Der Not der kleinen Leute steht er - dem Gesetz gemäß - gnadenlos und hart gegenüber. Die Ehe des Eichmeisters Eibenschütz ist zerstört, als er erfährt, dass seine Frau ihn betrügt und ein Kind von seinem Schreiber erwartet. In Jadlowkers Schenke sieht Eibenschütz die schöne Zigeunerin Euphemia. Er verfällt ihr und dem Alkohol. Sein Untergang ist nicht aufzuhalten ...

Zu Recht erhielt dieses zweieinhalbstündige Historienepos zahlreiche Auszeichnungen und Preise. Darunter: Bundesfilmpreise, Filmbänder in Gold an Bernhard Wicki für die Regie, an Jerzy Lipmann für die Kameraführung, an Helmut Qualtinger für die beste Hauptrolle sowie an Istvan Iglody für die beste Nebenrolle; die Goldene Kamera 1971 ging an Helmut Qualtinger für seine darstellerische Leistung, desgleichen an Bernhard Wicki für die Regie. Wicki schuf nach der Erzählung von Joseph Roth ein Ausnahmewerk in der deutschen Filmlandschaft.

Foto: ZDF