Jonathan gehört zu jenen Jungen, die sich nichts gefallen lassen, dadurch aber immer Ärger bekommen. So muss er nun zum neunten Mal das Internat wechseln. Im Leipziger Internat des berühmten Thomanerchors glaubt er auch nicht an einen längeren Aufenthalt. Doch schließlich kommt alles anders ...

Ebenso wie "Pünktchen und Anton" und "Emil und die Detektive" will auch diese Neuverfilmung eines Kinderbuchklassiker von Erich Kästner nicht ganz in die heutige Zeit passen. Regisseur Tomy Wiegand ("Fußball ist unser Leben") wechselt hier zwar gekonnt zwischen Melancholie und Humor, erzählt einiges über Freundschaft und die Schulzeit, erfindet aber - vermutlich zwecks weiblichem Kinderpublikum das Mädchen Mona neu. Nach 1954 und 1973 ist diese dritte Variante vom "fliegenden Klassenzimmer". die aber nicht so zeitlos wie die Romanvorlage ist. Denn der nostalgische Touch der Story wäre zwecks besserem Verständnis erforderlich. Da nützt es auch nichts, wenn das aufgeführte Musical jetzt mit Rap-Musik unterlegt ist. Im Gegenteil!

Foto: Constantin