Was haben eine Gruppe von Mongolen im Altai-Gebirge, Tuaregs in der Wüste und Indios im Amazonasgebiet gemeinsam? Sie alle leben nicht nur in zivilisationsfernen Regionen der Erde, sondern sie teilen eine Passion: Fußball! Doch wie schwierig es sein kann, das Finale der Fußballweltmeisterschaft 2002 zwischen Deutschland und Brasilien in jenen entlegenen Regionen auf einem Fernseher verfolgen zu können, davon erzählt dieser Film. Während die Mongolen Schwierigkeiten bekommen, weil sie einfach eine staatliche Stromleitung anzapfen, um das TV-Gerät anzuschließen, muss im Urwald ein Indio mit Antenne auf einen hohen Baum klettern und dann in jener Stellung zu verharren, in der die Satellitenschüssel empfangfähig ist. Und in der Wüste will man jenen Ort ansteuern, an dem einst der einzige Baum im Umkreis von Meilen stand, damit man dort eine Antenne improvisieren kann...

Was zunächst wie eine ungewöhnliche Dokumentation anmutet, entpuppt sich schnell als inszenierte Komödie über fußballbegeisterte Menschen auf dieser Erde. Ebenso einfallsreich wie die Protagonisten war hier das Filmteam, das mit tollen Bildern eine Fülle witziger und aberwitziger Ideen auf Zelluloid gebannt hat und damit einen der wohl originellsten Beiträge zum Fußballfieber liefert.

Foto: Zorro