Desillusioniert vom ewigen Gemetzel während der Kreuzzüge kommt der Ritter Antonius Block mit seinem Knappen Jöns in seine schwedische Heimat zurück. Hier allerdings wütet die Pest und Gevatter Tod holt sich einen Landsmann nach dem anderen. Als auch Antonius der Tod erescheint, um ihn abzuholen, kann der Ritter den Sensenmann von einer Partie Schach überzeugen. So wütet der Schwarze Tod zwar weiter im Land während die beiden Kontrahenten ihr Schachspiel fortsetzen und dabei über Sinn und Zweck des Lebens philosophieren...

"Eine Meditation voller Fragen über den Tod" nannte Regie-Kollege François Truffaut Ingmar Bergmans wohl bildgewaltigste Parabel. Kraftvoll fotografiert und gespielt, folgt man auch heute noch gebannt der philosophischen Debatte zwischen Tod und Ritter, den Allegorien und düsteren Argumenten über den Sinnverlust christlicher Werte und dem grandiosen Schattenspiel. Zweifellos ist dies Ingmar Bergmans Meisterwerk, das sowohl die Nazi-Gräuel verarbeitet als auch die Angst vor einer nuklearen Katastrophe beinhaltet. Gleichzeitig markiert der Film die Geburtsstunde des modernen Kunstkinos.

Foto: Kinowelt