Eigentlich scheint das Glück von Belén und Adrián, Dirigent des Philharmonie-Orchesters von Bogotá, perfekt zu sein. Doch Belén nervt Adriáns permanentes Flirten und sie hat Zweifel an seiner Treue. Als sie im Haus einen geheimen und zudem schalldichten Raum entdeckt, will sie ihn testen. Denn sie versteckt sich darin und gibt vor, ihn verlassen zu haben. Dann allerdings schließt sie sich unbeabsichtigt selbst im Raum ein. Als Adrián Trost bei einer anderen sucht, geschehen im Haus seltsame Dinge ...

Die kolumbianisch-spanische Koproduktion von Andres Baiz bietet Gänsehaut pur! Denn der hier dargestellte Terror geht nie über die Grenzen der Plausibilität hinaus, hält den Zuschauer stets in Atem und liefert nachvollziehbare Emotionen. Auch die vor allem zu Beginn vielleicht verstörende Nacktheit und Sexualität ergibt gegen Ende mehr und mehr Sinn. Hauptdarsteller Quim Gutiérrez hat man möglicherweise dank seiner starken Vorstellung aus "Dunkelblaufastschwarz" in bester Erinnerung. Ein Psychothriller um Liebe, Eifersucht und Besessenheit, der Hitchcock durchaus das Wasser reichen kann.



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