Simon lebt in einem bunten Multi-Kulti-Stadtviertel in Paris. Er ist ein erfolgreicher Klarinettist, jüdisch und lebt nach der Trennung von seiner Frau offen schwul. Eines Nachts landet er mit dem arabischen Transvestiten Naïm im Bett. Der verliebt sich in Simon und ist von nun an nicht mehr so leicht loszuwerden. Die perfekte Gelegenheit bietet sich Naïm, als Simons kranke, aber nicht gerade pflegeleichte Mutter sich bei ihrem Sohn einquartiert. Naïm gibt sich kurzerhand als die Krankenschwester Habiba aus und kann von nun an ständig in der Nähe seines Angebeteten sein. Der hat aber noch ganz andere Sorgen: Eine stressige Konzerttournee steht an, und er muss seine Beziehung zu dem verklemmten Raphaël beenden. Zu allem Überfluss reist dann auch noch Simons Ex-Frau mit dem gemeinsamen Sohn und ihrem neuem Partner aus New York an ...

1998 führte Regisseur Jean-Jacques Zilbermann ("Das Alphabet des Lebens") mit seiner tragikomischen, in Paris und New York angesiedelten Liebeskomödie "Männer sind auch nur Frauen" die Figur des schwulen Klarinettenspielers Simon ein. Elf Jahre später erzählte Zilbermann mit nahezu identischer Besetzung die Geschichte weiter. Erneut zeigt der Regisseur mit viel sarkastischem Humor das Aufeinandertreffen der verschiedensten Kulturen und Lebensentwürfe in der Metropole Paris, ohne seine Protagonisten der Lächerlichkeit preiszugeben. Als Simon ist wieder Regisseur und Schauspieler Antoine De Caunes ("Die Liebenden von Cayenne", "Ein perfekter Freund", "Wir verstehen uns wunderbar!") zu sehen, dem der aus Lüttich stammende, prächtig aufgelegte Newcomer Mehdi Dehbi ("Auf der Suche") in seiner Mehrfachrolle als Naïm, Habiba, Rosa und Angela aber eindeutig die Show stiehlt.

Foto: arte F/© Jérôme Prébois