Bislang war Vater Roland 14 Stunden am Tag arbeiten. Doch jetzt ist er seinen hoch bezahlten Job als Risikomanager eines Konzerns los und geht fortan der lieben Familie auf den Zeiger. Denn er stürzt sich nicht nur in die Renovierung der hübschen Designer-Hütte, sondern auch von einer Krise in die nächste. Derweil sich die angenervte Ehefrau in ihre Arbeit als Galeristin stürzt, erlebt der älteste Sohn beim Bund sein Coming Out, bastelt der jüngste Sohn in seinem Zimmer fleißig Bomben und findet schließlich in der selbstmordgefährdeten Nachbarstochter eine Mitwisserin. Da ist eine Katastrophe quasi Programm ...

Wären nicht die vielen allzu derben Überzeichnungen, man hätte es vielleicht mit dem ganz alltäglichen Wahnsinn in Deutschland zu tun. Das explosive Gemisch dieser gutbürgerlichen Burleske zündet aber leider nicht immer. Dank der guten Darsteller - vor allem erneut Hannah Herzsprung ("Vier Minuten") - kommen auch die tragischen Momente gut rüber. Regisseur Gsponer, die Drehbuchautoren Matthias Pacht und Alexander Buresch, sowie Katja Riemann und Hannah Herzsprung wurden dafür 2009 jeweils mit einem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.

Foto: Zorro