Mitten im Nirgendwo der mexikanischen Wüste. Der Gangster Kid flüchtet nach einem Bankraub bewaffnet, blutüberströmt und beladen mit einem Geldkoffer durch die sonnenverbrannte Einöde. Unterwegs bricht er entkräftet zusammen. Sein Überleben verdankt er Charles Dump. Der desillusionierte Goldschürfer, der mit seiner Tochter Jessy und einer verwirrten Frau in der Geisterstadt Deadlock lebt, wittert die Gunst der Stunde, seinem trostlosen Dasein zu entfliehen und reißt das Geld an sich. Er bringt es aber nicht fertig, Kid zu töten. Stattdessen nimmt er den wehrlosen Gangster bei sich auf und pflegt ihn...

Roland Klick ("Jimmy Orpheus", "Supermarkt") drehte dieses Abenteuerdrama im Geist des Italo-Westerns: Die Sonne brennt erbarmungslos, die Darsteller, der Ort der Handlung, Gegenstände und sogar das Geld wirken alt, dreckig und hoffnungslos verloren. 1970 dominierte noch der Neue Deutsche Film mit sensiblem, intellektuellem und hochpolitischem Kino. Klicks moderner Endzeitwestern mit der innovativen Kameraführung Robert von Ackerens passte so gar nicht in dieses Schema. Klicks Autorenfilmkollegen sorgten sogar dafür, dass er aus dem offiziellen Wettbewerb von Cannes entfernt wurde. Der Film kam trotz allem gut beim Publikum an und wurde 1971 mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet.

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