Der aus dem ostfriesischen Emden stammende jüdische Widerstandskämpfer Max Windmüller, Deckname Cor, rettete während der Zeit der deutschen Besatzung in den Niederlanden mit seiner Gruppe etwa 400 Menschen das Leben, indem er sie mit gefälschten Papieren von Holland aus über die Pyrenäen nach Spanien in Sicherheit brachte. Nach einem Verrat wurde Windmüller 1944 in Paris gefasst und im Alter von 25 Jahren - wenige Tage vor Kriegsende - von einem SS-Mann erschossen.

Mit Spielszenen und Zeitzeugenberichten erzählt Regisseur Eike Besuden ("Verrückt nach Paris") in seinem Doku-Drama nach zehn Jahren Recherche die ergreifende Geschichte des heute beinahe vergessenen Widerstandskämpfers (1920-1945) und lässt die Schreckensherrschaft des nationalsozialistischen Deutschlands über Europa noch einmal lebendig werden. Dabei nimmt Besuden die die Zuschauer mit auf eine Reise quer durch Europa bis nach Palästina.



Foto: Katrin Hensel-Ovenden