Am 20. Juli 1944 um 12.42 Uhr explodiert die von Graf Stauffenberg in das Führerhauptquartier in der Wolfsschanze geschmuggelte Bombe, die Adolf Hitler töten sollte. Dem Gedenken der Männer, die unter der Führung Stauffenbergs den Anschlag vorbereiteten und dabei ihr Leben wagten und verloren, ist der Film gewidmet. Regisseur Falk Harnack ließ sich von Rudolf Christoph von Gersdorff und Günther Weisenborn, beide überlebende Mitglieder des Widerstandes, bei den Dreharbeiten beraten. Er bezieht die Menschen aus dem Umfeld der Rebellion ins Geschehen ein: so den Bauingenieur Lindner und die Sekretärin Hildegard Klee.

"Der 20. Juli" ist ein gelungener Versuch filmischer Vergangenheitsbewältigung und zugleich ein Beispiel für politisch-moralisches Engagement im (bundes)deutschen Kino der Nachkriegszeit. Regie führte Falk Harnack, ein Bruder des als führendes Mitglied der Widerstandsgruppe "Rote Kapelle" hingerichteten Arvid Harnack, der selbst als eine Art Koordinator diverser Widerstandsgruppen im Dritten Reich fungierte und zuvor mit "Das Beil von Wandsbek" für Aufsehen gesorgt hatte. In der Folgezeit beschäftigten sich immer wieder Filmemacher mit Stauffenberg, so brillierte etwas der große Mime und Regisseur Bernhard Wicki in Georg Wilhelm Pabsts Historienfilm "Es geschah am 20. Juli" und ebenso überzeugend verkörperte Sebastian Koch Stauffenberg in Jo Baiers gleichnamigen Stauffenberg. Zuletzt nahm sich selbst Hollywood der Geschichte an, denn in Bryan Singers Operation Walküre - Das Stauffenberg Attentat schlüpfte das bekennende Scientology-Mitglied Tom Cruise in die Rolle des preußischen Offiziers und löste damit in Deutschland eine heftige Debatte aus, ob er diese Rolle aufgrund seines Glaubens überhaupt übernehmen dürfe.

Foto: ZDF/Klasky Cspo Inc.