Die Musik- und Deutschlehrerin Maren Hilbert ist für ihr Engagement bekannt. Hoch motiviert tritt sie ihre neue Stelle an der angesehenen Privatschule "Sophienbund" an. Zunächst läuft alles bestens, doch schon bald fällt ihr auf, dass unter ihren 16- bis 17-jährigen Schülern unterschwellige Rivalitäten und Auseinandersetzungen herrschen. Als ein anonymer Anrufer eines Morgens einen Amoklauf androht, versucht sie den vermeintlichen Amokläufer zu entlarven und von der Tat abzubringen ...

Oliver Dommenget - eher ein Regisseur für schmalzige Geschichten (er drehte viele Folgen von "Im Tal der wilden Rosen", aber auch die gelungenen Liebeskomödien ("Traumprinz in Farbe" und "Meine bezaubernde Feindin") - war mit seinem ersten Actionthriller zweifellos ein wenig überfordert. Das liegt sicher auch am Drehbuch von Alexandra Wiersch, dass einige kaum nachvollziehbare Wendungen und viele Unwahrscheinlichkeiten aufweist. So ist es etwa kaum vorstellbar, dass ein Schulleiter in der heutigen Zeit Amoklauf-Drohungen nicht ernst nimmt oder eine Lehrerin plötzlich ihre Ermittlerinstinkte entdeckt. Wäre nicht das gelungene Spiel von Anja Kling als engagierte Pädagogin, man könnte diesen Film getrost vergessen.