Der sozialistische Bürgermeister Julien Dechaumes möchte mit einem riesigen Kultur- und Sportzentrum den Fortschritt in das kleine französische Dorf St. Juste holen. Dies findet seine Freundin, die Romanautorin Bérénice, eher amüsant. Und schon bald regt sich Widerstand in Person des Dorfschullehrers Rossignol, der verbissen gegen die Naturzerstörung kämpft, da eine 100 Jahre alte Eiche Juliens Projekt zum Opfer fallen soll...

Eric Rohmers Komödie enthüllt augenzwinkernd und treffsicher die subtilen Rituale, Floskeln und Abhängigkeiten im Poker um politischen Einfluss. Der Realismus der quasi-dokumentarischen Inszenierung wird aufgelöst durch eine ironische, von sieben Zufällen vorangetriebene Handlung. Die Dreharbeiten fanden in St. Juste-Champgillon in der Vendee statt - jener Region, die einst wegen ihres royalistischen Widerstands gegen jakobinische Fortschrittskämpfer legendär wurde.