Kasimir Blaumilch, ein aus der Nervenheilanstalt entwichener Straßenbauarbeiter mit einem Faible für Pressluftbohrer, klaut einen solchen und beginnt, mitten in Tel Aviv die Hauptverkehrsstraße aufzubohren. Seelenruhig verrichtet der nimmermüde Kasimir sein Zerstörungswerk, während die konkurrierenden Behörden - vom Bürgermeister bis zum Baureferat - sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben und dafür sorgen, dass Kasimir und sein Pressluftbohrer, tatkräftig unterstützt von städtischen Bulldozern, die Küste erreicht...

Der legendäre Bestseller-Autor Ephraim Kishon (1924-2005) drehte diese Satire nach eigener Vorlage. "Der Blaumilchkanal" erschien zunächst als Hörspiel, das - von Friedrich Torberg übersetzt - auch in Deutschland einen Riesenerfolg feierte. Kishons Adaption seines eigenen Welterfolgs wurde als bester ausländischer Film für den Golden Globe nominiert und ist ein Paradebeispiel für den Prozess der Verselbständigung: Ein kleiner Eingriff in das gewohnte Ordnungsgefüge wächst sich zum großen Chaos aus.