Dies ist ein Porträt über den Dresdner Maler Eberhard von der Erde, der sich seit Beginn der 1970er-Jahre in seinen Arbeiten mit verschiedenen Themen der Gesellschaft auseinandersetzt. Er engagierte sich für die polnische Gewerkschaftsbewegung und wurde deswegen in der DDR inhaftiert. Welche Bedeutung haben diese Einschnitte für das Leben und das künstlerische Werk des Malers? In den letzten Jahren begleitete von der Erde Manöverübungen der Bundeswehr in der Lüneburger Heide, schuf einen umfangreichen Zyklus zum Edelstahlwerk seiner Heimatstadt Freital. Porträts und Naturstudien sächsischer und böhmischer Landschaften gehören ebenso zu seinem Repertoire. Es sind scheinbar alltägliche und dennoch abseitige Themen, die den Maler faszinieren. Über die Themen seiner Malerei sagt er: "Es ist nicht konzeptionell oder vorsätzlich im technischen Sinne - wie ein Politiker, der etwas erreichen will, eine Tür aufzubrechen oder zu sagen: Seht mal. Sondern der entscheidende Anstoß ist: Ein Erlebnis, was abgearbeitet sein will - was ich mir nicht aussuche, es will abgearbeitet sein..." Eberhard Busch, der sich als Künstler "von der Erde" nennt, wurde 1945 in Freital geboren. In den 1960er Jahren studierte er an der Kunsthochschule Dresden Malerei und arbeitet seither als freischaffender Maler in Dresden. Er gehörte in den 1970er Jahren der unabhängigen Dresdner Künstlergruppe Lücke (u.a. A. R. Penck, Harald Gallasch, Steffen Kuhnert (Terk)) an.