Vivi Sundberg und ihren Kollegen von der Mordkommission stockt der Atem: In dem idyllischen schwedischen Dorf Hesjövallen wurden 19 Menschen regelrecht abgeschlachtet. Aus den Medien erfährt auch Brigitta Roslin, Richterin in Stockholm, von dem Blutbad. Unter den Opfern befinden sich ihre Eltern und sämtliche Verwandte. Brigitta fürchtet nun, dass auch sie auf der Liste des Mörders steht. Die Bitte um Polizeischutz schlägt Vivi Sundberg jedoch ab. Die Kommissarin glaubt, dass sie mit der Verhaftung des mehrfach vorbestraften Gewaltverbrechers Tom Valfriedson unmittelbar vor der Aufklärung des Falles steht. Brigitta dagegen ist sicher, dass der Festgenommene trotz seines Geständnisses unschuldig ist. Sie nutzt ihren Status als Richterin und öffnet sich dadurch gewisse Türen, die ihr eigene Recherchen ermöglichen. Dabei stößt sie auf Hinweise, die so seltsam anmuten, dass die Kommissarin sich weigert, ihnen nachzugehen ...

Der aufwändig inszenierte Krimi nach der gleichnamigen Vorlage von Henning Mankell wurde von Frühjahr bis Sommer 2010 in Niederösterreich, Wien, Schweden und Taiwan gedreht. Wie in seinen "Wallander"-Büchern verbindet der schwedische Bestseller-Autor auch hier eine hochspannende Krimi-Geschichte mit einem kritischen Blick auf gesellschaftliche Missstände. In diesem Fall ist dieser Blick auf China gerichtet, wohin es Richterin Brigitta Roslin bei ihren eigenmächtigen Ermittlungen verschlägt. Die Drehbuchautoren Léonie-Claire und Fred Breinersdorfer haben es verstanden, Mankells Roman zu verdichten und zu verkürzen, ohne dabei zentrale Elemente platt zu walzen. Allerdings haben sich zu viele Längen eingeschlichen und auf Dauer wird der Plot immer unglaubwürdiger. Der eigentliche Höhepunkt des Politthrillers ist deshalb das Zusammenspiel der beiden Freundinnen Claudia Michelsen und Suzanne von Borsody als Kommissarin und Richterin.

Foto: ARD/Degeto/Yellow Bird/Meng-San Lin