Auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung kann der Gangster Roger Sartet mit Hilfe des Manalese-Clans seinen Bewachern entkommen. Im Gefängnis hatte Sartet Informationen erhalten, wie man einen sensationellen Coup landen könnte. Es gelingt ihm, Vittorio Manalese - das Oberhaupt des Familienclans - für den Coup zu interessieren. Gemeinsam wollen sie die wertvollsten Stücke einer Juwelensammlung in ihren Besitz bringen...

In den Sechzigerjahren brachte der französische Thriller eine ganze Reihe sehr unterkühlter, klug stilisierter Filme hervor. Der Schwerpunkt lag weniger in der Vertiefung der ohnehin standardisierten Charaktere, als vielmehr in der Entwicklung neuer Formen. Da verschmolz einiges aus dem amerikanischen film noir mit französischer Lässigkeit, was sehr gut passte. "Der Clan der Sizilianer" besticht nicht allein durch seine grandiose Besetzung, die alles vereint, was seinerzeit im Genre einen Namen hatte: Jean Gabin, der Grandseigneur des Genres, der für vierschrötige Killerfiguren zuständige Lino Ventura und der "eiskalte Engel" Alain Delon. Auch der kalten Fotografie verdankt der Film ein Gutteil seiner Atmosphäre. Verneuils Thriller war seinerzeit ein großer Kassenhit.

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