Pedro ist schwul und erfreut sich der Homosexuellen-Szene in Madrid. Als seine Schwester nach Indien reist, nimmt er ihren Sohn Bernardo für zwei Wochen bei sich auf, da dessen Vater nicht mehr lebt. Statt ausschweifendem Nachtleben gibt es nun Rummelplatz und Kindertheater. Die Pause kommt Pedro gar nicht unwillkommen, kann er sich doch nun in Ruhe über sein Leben und die Beziehung zu seinem französischen Lover Manuel Gedanken machen. Doch sein Leben wird komplett auf den Kopf gestellt, als Bernardos Mutter in Indien wegen Drogenschmuggels festgenommen wird und mit 30 Jahren Haft rechnen muss....

Eine ungewöhnliche und dabei oft sehr hintergründig-witzige Regiearbeit von Regisseur und Drehbuchkoautor Luis Miguel Albaladejo, die an Filme seines spanischen Kollegen Pedro Almodóvar erinnert. "Der Club der Bären", der 2004 im Panorama der Berlinale lief und für den schwulen Filmpreis Teddy nominiert war, verbindet mühelos scheinbar unvereinbare Elemente: ein sinnenfrohes Porträt der schwulen Hauptfigur, aber auch ein Familienmelodram, das sich aus dem Kampf um das Sorgerecht für den Jungen Bernardo entwickelt. Albaladejos Regiearbeit wurde auf dem Montréal World Film Festival 2004 als bester europäischer Film mit dem Golden Zenith ausgezeichnet.