Die junge Jenny Miller reist nach London, um sich von ihrem Vermögensverwalter und Onkel Harry Selsbury Auskunft über ihre Finanzen einzufordern, ist ihr doch zu Ohren gekommen, dass ihr gesamtes Erbe veruntreut worden sei. Onkel Harry kann den Verdacht zwar widerlegen, benimmt sich jedoch ansonsten äußerst merkwürdig. Harry hat ein Verhältnis mit der verheirateten Germaine de la Roche und wird auf Schritt und Tritt von einem Privatdetektiv überwacht. Um diesem zu entkommen, wollen die beiden nach Ostende reisen. Durch den Detektiv erfährt Jenny unterdessen, dass Germaine Lockvogel für einen Verbrecher sein soll, der unter dem Namen "Doppelgänger" bekannt ist. Als Harry unerwartet wieder zu Hause auftaucht und stark verändert wirkt, hat Jenny einen schlimmen Verdacht ...

Edgar Wallace (1875-1932) gehört bis heute zu den erfolgreichsten englischen Schriftstellern. In Deutschland wurde der Autor besonders durch zahlreiche Verfilmungen populär, die erste entstand 1959 mit dem Kriminalfilm "Der Frosch mit der Maske", der bis 1971 37 (!) weitere Adaptionen (die letzte war "Edgar Wallace: Das Rätsel des silbernen Halbmonds") folgen sollten. Nahezu vergessen wird dabei allerdings, dass schon Ende der Zwanziger-, Anfang der Dreißigerjahre erste Wallace-Verfilmungen entstanden, man denke etwa an Carl Lamacs und Martin Frics "Der Zinker" (1931) und "Der Hexer" (1932). Lamac war es auch, der diesen Kriminalfilm von E.W. Emo produzierte. Emo verfilmte hier den 1924 erschienenen Roman "Double Dan", den er mit vielen humoristischen Einlagen und Verwicklungen in Szene setzte. Mehr als ein Schmunzeln löst dies heute beim Zuschauer aber nicht mehr aus.

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