Das Dokumentarspiel befasst sich mit zwei folgenschweren politischen Morden kurz nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland: dem Doppelmord an den Kommunistenführern Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Beide waren im Januar 1919 nach der Niederschlagung des Spartakusaufstandes in Berlin-Wilmersdorf verhaftet und ins Eden-Hotel gebracht worden. Dort hatte sich der Stab der Garde-Kavallerie-Schützendivision etabliert, die als Rückgrat der Regierungstruppen galt.

1965 hat Dieter Ertel die Vorgänge, über die lange Zeit Unklarheit herrschte, neu recherchiert. Er interviewte Überlebende von 1919, las viele tausend Seiten Akten, die der Historiker Joseph Wulf in Berlin ausgegraben hatte, und konnte aufgrund einer immer gründlicheren Sachkenntnis schließlich den früheren Generalstabs-Offizier Papst, der den Geheimbefehl zur Erschießung der Spartakistenführer gegeben hatte, zum Sprechen zu bringen. Der erste Teil zeigt die szenische Rekonstruktion der Vorgänge im Eden-Hotel vor und nach der Verhaftung von Liebknecht und Luxemburg, den Ablauf der Mordnacht und die Rolle, die der damalige Generalstabs-Hauptmann Papst als Drahtzieher im Komplott der Offiziere der Garde-Kavallerie-Schützendivision gespielt hat.